Informationen zum Naturpark
Der Naturpark Schlaubetal wurde im Jahre 1995 gegründet und durch den Umweltminister M. Platzeck am 20. April 1996 offiziell eröffnet.

Breitblättriges Knabenkraut
Mit einer Größe von 22.700 Hektar zählt er zu den kleineren Großschutzgebieten Brandenburgs. Er liegt im Osten Brandenburgs (Umg. Frankfurt/Oder) und befindet sich in den Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald.
Mehr als zwei Drittel des Naturparks sind Wald- und Heidelandschaften, in denen ursprüngliche, naturnahe Traubeneichen-Kiefernmischwälder und Buchenwälder vorkommen. Prägend sind weiterhin die eiszeitlich entstandenen Seen und Klarwasserseen, die Seenketten sowie die vielgestaltigen Verlandungs-, Kessel- und Versumpfungsmoore.
Die faunistisch und floristische Ausstattung des Naturparks ist bemerkenswert. Neben der Smaragdeidechse, die in Norddeutschland lediglich im Naturpark Schlaubetal vorkommt, sind elf weitere Arten brandenburgweit nur noch hier anzutreffen. Darunter befinden sich die beiden Orchideenarten Frauenschuh und Korallenwurz. Insgesamt sind hier über 1.100 Pflanzenarten nachgewiesen worden.

Raupe des Ligusterschwärmers
Unter den über 200 hier vorkommenden Vogelarten zählen Baumfalke, Wiedehopf, Brachpieper und Raubwürger neben See- und Fischadler zu den Besonderheiten. Bei den Insekten wurden bisher mehr als 720 Großschmetterlingsarten im Gebiet aufgefunden.
Diese Besonderheiten befinden sich schwerpunktmäßig in den Schutzgebieten. Im Naturpark sind dien die Naturschutzgebiete Unteres Schlaubetal, Mahlheide, Teufelssee, Urwald Fünfeichen, Schlaubetal, Oberes Demnitztal, Reicherskreuzer Heide und Schwansee, Trautzke-Seen und Moore, Große Göhlenze und Fichtengrund, Tauersche Eichen und Pinnower Läuche, Calpenmoor und Pastlingsee sowie die Landschaftsschutzgebiete Schlaubetal, Dorchetal und Fasanenwald, Pinnower See und Großsee.
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